Samstag, 18. Juni 2011

Eine Idee im Dezember

Dezember 2009: Die Wahlstation meines Referendariats hat mich nach London verschlagen.
London im Dezember, da denkt man natürlich zunächst an kalt, nass, ungemütlich. Zurecht! Aber glücklicherweise gab es auch den ein oder anderen sonnigen Tag. Gerade weil solche Tage aber eher selten waren, nutzte ich sie natürlich, um soviel wie nur möglich draußen zu sein. London zu Fuß ist zwar anstrengend, aber man gewöhnt sich eigentlich an alles. Und nach einer Woche im Bürostuhl tut Bewegung dann doch mal ganz gut.
Als alter Fluss-Narr hat es natürlich nicht lange gedauert, bis ich an der Themse entlangspatziert bin. Dabei ist er mir zum ersten Mal begegnet: Der Thames Path.
Mit 294 Kilometern erstreckt sich einer der längsten Wanderwege Englands von der Quelle bis zur Mündung des wohl bekanntesten Flusses im Königreich. Die auch im Gewimmel von London's Innenstadt kaum zu übersehenden Schilder wiesen mir den Weg, vorbei an der Tower Bridge, durch Wohngebiete mit tollen Häusern in direkter Flusslage und die Docklands. Mehrere Tage bin ich immer ein kleines Stück weiter Richtung Greenwich gegangen und schließlich war die Idee geboren: Warum nicht eine längere Strecke auf dem Weg wandern? Mit Rucksack mehrere Tage dem Lauf folgen, frische Luft tanken und die seeeehr schlechte Kondition ein bischen auf Trab bringen? Warum eigentlich nicht?

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